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Update: Coronavirus

Update: Coronavirus

FAQ zu den 3 Gs und dem Grünen Pass

Stand: 11.05.2021

Stetig werden Menschen geimpft, um möglichst zeitnah eine sogenannte „Herdenimmunität“ zu schaffen und die Pandemie zu überwinden. Des Weiteren soll mit dem „Grünen Pass“ ein Nachweissystem eingeführt werden, das in Zukunft als Eintrittskarte ins soziale Leben fungiert. Durch eine Verordnung, die vom europäischen Gesetzgeber angekündigt wurde, soll der Grüne Pass sowohl in der Europäischen Union als auch im EWR-Raum und der Schweiz als Eintrittskarte dienen. Parallel wagen Österreich und andere EU-Mitgliedsstaaten nationale gesetzgeberische Alleingänge. 

Diese FAQs beschäftigen sich vor allem mit den Erleichterungen für bereits Geimpfte und dem Grünen Pass auf nationaler sowie europäischer Ebene und wurde in Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspartner Fastest verfasst.

Was gilt derzeit für Geimpfte?

In der Europäischen Union herrscht große Disparität zu dieser Frage. Auf Österreich bezogen lässt sich diese Frage mit einem Satz zu beantworten: Grundsätzlich bestehen (noch) keine wesentlichen Erleichterungen für Geimpfte. Lediglich indirekt, nämlich über den Umweg eines Antikörpertests, können sich Geimpfte in Österreich bereits jetzt einen Vorteil verschaffen. So ist es gemäß § 17 Abs. 1 Z 12 der 4. COVID-19-SchuMaV bereits jetzt möglich, dass ein Antikörpertest, der nicht älter als drei Monate sein darf, als Ersatz für die notwendigen Zutrittstests dient. Dies ist für Geimpfte insofern von Vorteil, als diese nicht mehr regelmäßig einen Corona-Test machen müssen, welcher nur 48 bzw. 72 Stunden gilt. Ein positiver Antikörper-Test hat ab dem Zeitpunkt der Testabnahme eine Gültigkeit von drei Monaten. Dieser Antikörpertest wird jedoch nur dann das notwendige, positive Ergebnis liefern, wenn die getestete Person bereits infiziert war oder geimpft wurde, da infolge dessen Antikörper gegen das Virus vom Körper selbst oder mittels Vakzine produziert werden. 

Ab 19.5.2021 ändert sich diese Situation allerdings! Gemäß der COVID-19-Öffnungsverordnung („COVID-19-ÖV“) wird die Impfung ab diesem Zeitpunkt als eines der sogenannten „3 Gs“ (getestet, genesen, geimpft) als „Zutrittsnachweis“ gelten. Ein solcher Zutrittsnachweis ist zwingend notwendiger Bestandteil der ab 19.5.2021 erfolgenden Öffnung der Gastronomie, Hotellerie, Sport- und Freizeiteinrichtungen.

Gelten die Öffnungen ab 19.5.2021 nur für Geimpfte?

Nein. Abgesehen von wenigen Ausnahmen (insb. Handel und nicht körpernahe Dienstleistungen) besteht die Pflicht zum Nachweis einer sogenannten „geringen epidemiologischen Gefahr“, dies kann aber nicht nur über einen Impfnachweis geschehen, sondern über den Nachweis eines der „3 Gs“: 

  • Nachweis einer Impfung 
  • Nachweis eines negativen Tests
  • Nachweis über eine Überstandene Erkrankung

Die Nachweise für geimpfte, genesene und getestete Personen sind einander gleichgestellt, unterscheiden sich jedoch massiv in ihrer Gültigkeitsdauer.

Wie lange gilt der Nachweis?

Impfen

  • Der Nachweis einer Erstimpfung gilt ab 3 Wochen nach Erstimpfung bis längstens 3 Monate nach Erstimpfung.
  • Der Nachweis einer Zweitimpfung gilt bis längstens 9 Monate nach Erstimpfung.
  • Der Nachweis einer Impfung mit einem Impfstoff, bei dem nur eine Impfung vorgesehen ist, gilt ab 3 Wochen nach Impfung bis längstens 9 Monate nach Impfung.

Testen 

  • Der Nachweis eines negativen Antigentests zur Eigenanwendung und Erfassung in einem behördlichen Datenverarbeitungssystem gilt 24 Stunden ab Testabnahme.
  • Der Nachweis eines negativen Antigentests einer befugten Stelle (bspw. FasTest), gilt 48 Stunden ab Testabnahme.
  • Der Nachweis eines negativen molekularbiologischen Tests („PCR-Test“) einer befugten Stelle (bspw. FasTest), gilt 72 Stunden ab Testabnahme.
  • Ausnahmsweise kann auch vor Ort im Betrieb ein SARS-CoV-2-Antigentest zur Eigenanwendung unter Aufsicht des Betreibers einer Betriebsstätte stattfinden. Das negative Testergebnis ist für die Dauer des Aufenthalts bereitzuhalten und gilt auch nur für diese. 

Genesen

  • Eine ärztliche Bestätigung oder ein Absonderungsbescheid über eine überstandene Erkrankung, die molekularbiologisch bestätigt wurde, gilt 6 Monate.
  • Ein Nachweis über eine positive Testung auf neutralisierende Antikörper ist für drei Monate gültig. Es ist möglich, nach Ablauf der Frist die Testung erneut durchzuführen.

Was muss ich genau vorweisen?

Der Nachweis kann geführt werden durch Vorlage des Testergebnisses einer befugten Stelle (Ausdruck oder per SMS), Bestätigung aus dem Datenverarbeitungssystem (wohl auch als Ausdruck oder SMS), einer ärztlichen Bestätigung des Absonderungsbescheids, Bestätigung der positiven Testung auf Antikörper. Als Impfnachweis gelten der gelbe Impfpass, ein Impf-Kärtchen sowie ein Ausdruck der Daten aus dem e-Impfpass.

Nachweise sind in lateinischer Schrift in deutscher oder englischer Sprache vorzulegen. 

Achtung! Sie müssen den Nachweis für die Dauer des Aufenthalts immer bereithalten. Sollten Sie ausnahmsweise ohne vorherigen Test (oder andere Nachweise) beispielsweise eine Gaststätte aufsuchen wollen, sollten Sie sich vorab erkundigen, ob eine Testmöglichkeit vor Ort besteht. 

Was ist der Grüne Pass?

Wie schon eingangs erwähnt, soll der Grüne Pass die zukünftige Eintrittskarte ins öffentliche Leben darstellen. In diesem soll in naher Zukunft ersichtlich sein, ob man geimpft, getestet oder genesen ist. Solange es den Grüne Pass noch nicht gibt, gelten die üblichen Nachweise (siehe oben).

Wie sieht es auf nationaler Ebene aus?

Auf nationaler Ebene soll es laut Gesundheits- und Tourismusministerium ab Anfang Juni 2021 möglich sein, dass in Österreich digitale Nachweis-Varianten zum Einsatz kommen, sodass die künftigen Öffnungsschritte unterstützt werden. Bis Anfang Juni 2021 wird man laut Ministerium alle gesetzlichen Voraussetzungen auf nationaler Ebene schaffen, um die Möglichkeit eines solchen digitalen Nachweises umzusetzen. Als Nachweis für den Grünen Pass soll unter anderem auch die E-Card dienen und ein zentraler Ansatz verfolgt werden, sodass alle Daten zum COVID-19-Status zentral abgerufen werden können.

Wie sieht es auf europäischer Ebene aus?

Ende Juni 2021 wird (vermutlich) eine EU-Verordnung in Kraft treten, die die gegenseitige Anerkennung von Zertifikaten der verschiedenen Mitgliedsstaaten gewährleisten und zur Reisefreiheit beitragen soll. Status quo ist, dass der Grüne Pass in allen EU-Mitgliedsstaaten sowie im EWR-Raum und in der Schweiz gültig sein soll. Angepeilt wird vor allem ein dezentraler Ansatz, bei dem eine Überprüfung nur am lokalen Gerät erfolgen soll. 

Alle Erleichterungen für geimpfte, getestete oder genesene Menschen bestimmt in letzter Konsequenz jedoch der jeweilige Mitgliedstaat anhand der eigenen epidemiologischen Lage selbst.

Ist es aus ärztlicher Sicht sinnvoll, Geimpfte von der Testpflicht zu befreien?

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass regelmäßige Corona Testungen sowie Corona Impfungen den Zweck verfolgen, das Infektionsgeschehen sowie die Kapazität der Intensivbetten und in weiterer Folge das Gesundheitssystem im Griff zu halten. 
Eine negativ getestete Person stellt zumindest für einen gewissen Zeitraum keine potenzielle Ansteckungsquelle für andere Personen dar.

Eine geimpfte Person kann sich lt. derzeitigem Stand der Wissenschaft zwar weiterhin mit dem Virus infizieren, unterliegt aber einem deutlich geringeren Risiko einen schweren Verlauf zu erleiden und damit ein Intensivbett zu belegen. Im Falle einer Ansteckung ist die Viruslast bei geimpften Personen erfahrungsgemäß geringer als bei nicht geimpften infizierten Personen und dadurch die Ansteckungsgefahr für andere Personen geringer. 

Aus ärztlicher Sicht scheint es daher valide, einer geimpften Person dieselben Freiheiten wie einer getesteten Person einzuräumen. Geimpfte von der Testpflicht zu befreien scheint daher sinnvoll, solange durch eine hohe Durchimpfungsrate das Infektionsgeschehen und die Belegung der Intensivbetten im grünen Bereich bleiben.

Gibt es Unterschiede bei Impfstoffen?

Anfangs wurden mRNA Impfstoffe von der breiten Masse kritisch gesehen, da es bis dato die erste Zulassung dieser Art von Impfstoff war. Mittlerweile hat die Bevölkerung die mRNA Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna in hohem Maße angenommen, nicht zuletzt aufgrund vermehrter Meldungen von Hirnvenenthrombose-Fällen durch Konkurrenzprodukte von AstraZeneca und Johnson&Johnson.

Eine Impfung verhindert eine Infektion nicht gänzlich. Jedoch beeinflusst diese unser Immunsystem erheblich und schützt in den meisten Fällen vor einem schweren Verlauf der Krankheit. Das ist der entscheidende Punkt, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern und politisch lockernde Maßnahmen durchsetzen zu können.

Um die unterschiedliche Wirkweise der verschiedenen Impfstoffgruppen zu verstehen, ist es essenziell den grundsätzlichen Ablauf einer Infektion mit SARS-CoV-2 zu kennen:

Bei einer normalen Infektion mit SARS-CoV-2 dockt das Virus an die körpereigenen Zellen an, dringt in sie ein und setzt darin seine Erbinformation in Form von RNA frei, wodurch sich das Virus vermehren kann. Ein Oberflächenprotein des Virus, das sogenannte Spike-Protein, regt die Bildung von Antikörpern gegen eben dieses an und gewährt nach stattgehabter Infektion potenzielle Immunität.

mRNA Impfstoffe: Biontech/Pfizer, Moderna

Bei einer Impfung mit mRNA Impfstoffen wird ein kleiner Abschnitt der RNA geimpft, der als Bauanleitung für die Bildung von Virus-Oberflächenproteinen in körpereigenen Zellen dient. Das Immunsystem bildet in Folge Antikörper gegen dieses Oberflächenprotein, sodass das Virus nicht mehr so effizient an Zellen andocken kann und somit vor schweren Krankheitsverläufen schützt. Sowohl der Biontech/Pfizer Impfstoff als auch der Moderna Impfstoff werden zweimal verabreicht. 

Vektorimpfstoffe: AstraZeneca, Johnson&Johnson 

Bei einer Impfung mit einem Vektorimpfstoff wird DNA mittels harmlosen Adenoviren in den Zellkern gebracht. Dort erfolgt die Umwandlung in RNA, welche anschließend aus dem Zellkern in das Zellplasma wandert und dort wieder zur Bildung eines Oberflächenproteins des Coronavirus führt. Auch nach erfolgter Impfung mit einem Vektorimpfstoff bildet das Immunsystem Antikörper gegen das Oberflächenprotein und führt zum Schutz vor schweren Verläufen. Bei AstraZeneca sind zwei Impfdosen von Nöten, während bei Johnson&Johnson nur eine einzige Impfdosis vorgesehen ist.

Welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen sind möglich?

Typische Impfreaktionen sind:

  • Schmerzen und Rötung an der Einstichstelle
  • Erschöpfung
  • Fieber 
  • Muskel- und Gliederschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Schüttelfrost
  • Unwohlsein

Diese Nebenwirkungen können zwar unangenehm sein, verschwinden aber nach wenigen Tagen. Sie zeigen außerdem, dass das menschliche Immunsystem auf den Impfstoff reagiert. 

Sehr seltene Nebenwirkungen:

  • Anaphylaktischer Schock
  • Thrombosen 

Insgesamt sind jedoch alle in der EU derzeit zugelassenen Impfstoffe in ihrer Wirkung den potentiellen Nebenwirkungen weit überlegen und bieten einen hervorragenden Schutz vor schweren Krankheitsverläufen. 

LGP in Kooperation mit FasTest.

Unsere Mission ist die Errichtung zahlreicher Test-Center zur kompetenten Durchführung von SARS-CoV-2 Testungen unter ärztlicher Leitung. Wir sind davon überzeugt, damit einen wichtigen Beitrag für die österreichische Bevölkerung während der Corona Pandemie zu leisten. "Der schnellste Weg zur Normalität" ist, was wir unseren Kunden bieten möchten. Egal ob Privatperson, Unternehmen, Event oder Tourismus. Durch die schnelle Auskunft über akute Infektiosität können unsere Kunden bei einem negativen Ergebnis ein wenig Normalität und Sicherheit zurückerhalten.  

Unser Kernteam besteht aus Ärzten. Ein medizinisch einwandfreier Ablauf der Covid-19 Testungen sowie der notwendigen Meldungen an das Gesundheitsministerium sind daher garantiert. Abstriche werden nur von qualifiziertem Personal durchgeführt, das zuvor zusätzlich von uns persönlich geschult wurde. Weiters besteht unser Team aus Talenten der Finanz-, Rechts- und IT-Branche. Wir garantierten somit auch, dass alle Daten gemäß der DSGVO verarbeitet und sicher übertragen werden. 

Autoren:

Mag. Katharina Raabe-Stuppnig, Managing Partner und Head of TMT bei LANSKY, GANZGER + partner
Dr. med. univ. Alexander Thury, CMO und Medical Strategy bei FasTest
Dr. med. univ. Roman C. Ostermann, Medizinische Aufsicht und Qualitätsmanagement bei FasTest

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