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IBA Jahreskonferenz 2018

IBA Jahreskonferenz 2018

LGP Holt Prodi und Petritsch zu Pre-Event

Aus Anlass der Jahreskonferenz der International Bar Association (IBA) in Rom lud LGP zum Empfang mit Professor Romano Prodi und dem Spitzendiplomaten Wolfgang Petritsch, Of Counsel bei LGP. Der Einladung von Anwalt Gabriel Lansky auf die Terrazza Civita folgten rund 80 geladene Rechtsanwälte und Steuerberater aus dem Netzwerk sowie Teilnehmer der IBA-Konferenz. Thematisch stand der Abend im Zeichen der Bewältigung des Paradigmenwechsels in den internationalen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen. Gastgeber Gabriel Lansky: „Es freut mich, dass wir am Vorabend zum Hauptkongress der Internationalen Vereinigung von Rechtsanwälten sowohl den diesjährigen Eröffnungsredner Prof. Prodi als auch unseren Südosteuropaexperten Wolfgang Petritsch für unsere Rom-Veranstaltung gewinnen konnten.“

Gabriel Lansky; Wolfgang Petritsch; Romano Prodi; Andrea De Vecchi; Paolo Mondia

Europa muss geeint auftreten

Laut Professor Romano Prodi habe Europa politisch an Boden verloren, nach dem Brexit verbleibe im UN-Sicherheitsrat Frankreich als einziges ständiges Mitglied aus der Europäischen Union. Auch unter den sogenannten „Global Players“ Alibaba, Amazon & Co finde sich kein einziges europäisches Unternehmen. Dennoch: Die aktuelle Konstellation berge Chancen für die EU: Die U.S.A. haben ihre führende Rolle als Wirtschaftsmotor eingebüßt, der zwischen China und den U.S.A schwelende Handelskrieg schwäche die einstige „driving force“ des Welthandels. In dieser Situation müsse Europa geeint und in konstruktiver Weise auftreten. „Eine starke chinesische Exportwirtschaft kommt letztlich auch ausländischen Unternehmen zugute. Denn über 40 Prozent der chinesischen Exporte stammen aus Unternehmen mit ausländischer Beteiligung“, so der ehemalige Kommissionspräsident und italienische Regierungschef. In seinen Betrachtungen richtete Prodi den Blick auch auf den afrikanischen Kontinent. „Die EU ist gefordert, eine gemeinsame Strategie zu finden“. Ein europäischer Plan solle vor allem auf die Förderung der Infrastruktur abzielen, auf strategische Infrastruktur sowie auf das Schul- sowie Gesundheitswesen. Der für 18. Dezember 2018 geplante EU-Afrika-Gipfel sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Die Zukunft ist gestaltbar – wenn wir rechtzeitig handeln

Spitzendiplomat und UN-Botschafter Wolfgang Petritsch – er veröffentlicht in Kürze sein neues Buch „Epochenwechsel. Unser digital-autoritäres Jahrhundert“ – beschreibt den aktuellen Paradigmenwechsel als “Schwächung der vier Säulen der Weltordnung“. Demnach seien die Grundpfeiler der bisherigen Weltordnung ins Wanken geraten. „In einer Ära der „Postdemokratie“ beobachten wir das Wiedererstarken autoritärer Kräfte, die Ablösung des Liberalismus als Leitidee der westlichen Welt“, so der Spitzendiplomat. Am Beispiel Chinas zeige sich: Demokratie sei keine Vorbedingung für Kapitalismus. Dennoch entwirft Wolfgang Petritsch ein positives Szenario – die Zukunft sei positiv gestaltbar. „Friede und Wohlstand können gesichert werden, wenn wir rechtzeitig handeln“.

Der Einladung auf die Terrazza Civita in Rom folgten 80 Rechtsanwälte und Steuerberater aus dem Netzwerk

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