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The Future of Energy – AICC Business Breakfast

The Future of Energy – AICC Business Breakfast

Am 27. Juni 2018 luden die AICC (Austrian Israeli Chamber of Commerce), Siemens Österreich, die Bar-Ilan Universität und LANSKY, GANZGER + partner Rechtsanwälte (LGP) zum Business Breakfast unter dem Titel "The Future of Energy". In zwei Vorträgen von Lior Elbaz (Bar-Ilan Universität Israel) und Georg Pammer (ASCR, Siemens Österreich) sowie einer Podiumsdiskussion mit Herbert Ritter (MA 20 - Energieplanung, Stadtverwaltung Wien) wurden unterschiedliche Szenarien des Energiemanagements im Jahr 2030 angesprochen und diskutiert.

Universität als Marktführer auf dem Gebiet der Energieforschung

Die Bar-Ilan Universität (BIU) ist die zentrale Anlaufstelle in Israel für alle Projekte im Bereich der alternativen Energien. Mit führenden Forscher auf diesem Gebiet und einer erstklassiger Einrichtung ist sie unangefochtener Marktführer für die Energieforschung. Der Fokus der BIU liegt auf der Energieerzeugung aus nachhaltigen Quellen, der Speicherung in Batterien und Wasserstoff sowie auf den Einsatz in Industrie und Verkehr. Die Vision der Bar-Ilan Universität ist es, durch starke Kooperationen mit internationalen Unternehmen und Institutionen in naher Zukunft ein hochmodernes Institut für alternative Energien aufzubauen.

Langfristige Lösungsansätze trotz Ressourcenknappheit

Lior Elbaz, Mitglied der Chemieabteilung der Bar-Ilan-Universität und Leiter des Israel Fuel Cells Consortium (IFCC)

Lior Elbaz, Mitglied der Chemieabteilung der Bar-Ilan Universität und Leiter des Israel Fuel Cells Consortium (IFCC), stellte in seiner Keynote verschiedene Ansätze moderner Energienutzung vor und betonte die Notwendigkeit, sich im Interesse künftiger Generationen vom aktuellen Status quo abzuwenden. Seiner Ansicht nach biete der aktuelle Umgang mit Energie keine langfristige Lösung, weshalb rasch Verbesserung erzielt werden müssten. Aufgrund der begrenzten Erdöl- und Erdgasressourcen, sei saubere Energie „der Weg zum Ziel". Im Vergleich verschiedener Optionen zur nachhaltigen Energiegewinnung hob er die "Wasserstoffwirtschaft" als eine der besten Lösungen mit großem Potenzial hervor, insbesondere im Bereich der Elektromobilität. Es sei wichtig, „die Fehler, die unsere Väter während der industriellen Revolution gemacht haben, nicht zu wiederholen". Damit betonte er die Notwendigkeit, sich der Verfügbarkeit der Ressourcen bewusst zu sein, denn „die Ressourcen sind eine großes Thema, wenn es darum geht, die Zukunft zu managen". Lior Elbaz stellte verschiedene Forschungsansätze zur Entwicklung nachhaltiger Lösungen vor. Zum Beispiel stellte er aktuelle Forschungsarbeiten vor, in denen die Mechanismen des menschlichen Körpers analysiert werden, um Erkenntnisse für die Entwicklung von Brennstoffzellen zu gewinnen. Entwicklungen in der Batterieforschung würden es uns ermöglichen, die Lebensdauer von Batterien mit hoher Energiedichte im Vergleich mit heutigen Batterien zu maximieren. Die Forschungsergebnisse stammen von einem der renommiertesten Wissenschaftler auf dem Gebiet (Top 5 der Welt), Prof. Doron Aurbach, er ist ebenfalls an der Bar-Ilan Universität in Israel tätig.

F&E Joint Venture Seestadt Aspern

Georg Pammer, General Manager of ASCR Siemens Austria

Georg Pammer, General Manager von ASCR Siemens Österreich, beschrieb in seinem Vortrag anhand des Beispiels der „Seestadt Aspern“ und des F&E Joint Venture ASCR in Wien Lösungsansätze für Energieprobleme der Zukunft. Die Seestadt Aspern kann als multifunktionales Quartier bis zu 30.000 Einwohner aufnehmen, mit dem Ziel der CO2-Reduktion und der sicheren Energieversorgung in der Stadt. Das Projekt kombiniert sowohl die Gebäude- als auch die Netzwerke dahinter, um den Eigenverbrauch des Quartiers zu optimieren, die Schwankungen des Marktes für erneuerbare Energien auszugleichen und die Netzwerke übersichtlicher zu machen. Prototypen sollen entstehen, die zu Produkten weiterentwickelt werden können, um so Erfahrungswerte für die Zukunft zu sammeln.

Kritische Erfolgsfaktoren Nachhaltigkeit und Effizienz

Georg Pammer, Lior Elbaz, Julia Andras und Herbert Ritter

In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Herbert Ritter, stellvertretender Abteilungsleiter und Leiter der MA 20 - Energieplanung, Stadtverwaltung Wien, Lior Elbaz und Georg Pammer über ihre Perspektiven des Energiemanagements der Zukunft. Herbert Ritter betonte die Langfristperspektive der „Smart City Wien“-Rahmenstrategie und der Energierahmenstrategie 2030, ein Schwerpunkt sei die rechtzeitige Dekarbonisierung. Demnach müsse rasch gehandelt werden, Energieeffizienz sei der Schlüssel zum Erfolg. „Wir brauchen über den gesamten Lebenszyklus kosteneffiziente Energielösungen für schnell wachsende Städte wie Wien, wo der Markt unter Druck steht.“

Nachhaltig statt kostengünstig bauen

In der aktuellen Debatte ortet Georg Pammer einen Widerspruch: Einerseits sollen beim Bauen nachhaltige Technologien eingesetzt werden, dies aber kostengünstig und schnell. Im Zweifelsfall werde preisgünstigen Lösungen gegenüber nachhaltigen der Vorzug gegeben. Lior Elbaz und Herbert Ritter sehen hier den Staat in der Pflicht, dieser solle geeignete Rahmenbedingungen für die Infrastruktur der Zukunft schaffen.

Karin Singer (Bar-Ilan Universität), Georg Pammer (ASCR, Siemens Österreich), Lior Elbaz (Bar-Ilan Universität, IFCC), Herbert Ritter (MA 20 - Energieplanung, Stadtverwaltung Wien), Julia Andras (LGP)

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