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Gabriel Lansky im Wina

Gabriel Lansky im Wina

Gabriel Lansky im Porträt

LGP Managing Partner Gabriel Lansky wurde in der September-Ausgabe von WINA porträtiert:

Ich bin sehr geprägt von der Lebensgeschichte meiner Eltern, insbesondere meiner Mutter, die Auschwitz und Theresienstadt überlebt hat“, erzählt der Wiener Staranwalt Gabriel Lansky. Seine Kanzlei gilt heute als erste Adresse in Sachen Wirtschaftsrecht. Ihm persönlich liegen vor allem die Bereiche Menschenrechte und Asylrecht am Herzen. Lansky hat sich in seinem Leben allerdings schon viele Terrains erarbeitet, denn, erzählt er: „Ich habe da ein zentrales Problem in meinem Leben. Das ist die Sorge, mich langweilen zu müssen, und die treibt mich dazu, dass ich mir alle paar Jahre neue Themen aneigne.“ So ist er heute im Umweltrecht ebenso firm wie im Gesellschaftsrecht. „Ich halte das juristische Wissen ja nicht für eine Kunst oder hohe Wissenschaft. Man muss sich einfach damit beschäftigen und sich einlesen, dann kann man das“, gibt sich der Jurist bescheiden.

Stolz ist Lansky bis heute darauf, dass er durch eine Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof erreicht, dass es neonazistischen Parteien hier zu Lande seit 1985 verboten ist, bei einer Wahl anzutreten. „Das ist eines der grundlegendsten Erkenntnisse im Antifaschismus in Österreich.“ Immer wieder steht er auch der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien rechtlich bei: etwa bei der Versteigerung des Mauerbach-Vermögens, aber auch zuletzt im Kampf gegen die Urheber der neonazistischen Seite alpen-donau.info. „Und ich habe mit Ariel Muzicant gemeinsam das Restitutionsabkommen in Washington erfolgreich verhandelt.“ Ein Anliegen ist es ihm aber auch, immer wieder Probono- Causen zu übernehmen, meist geht es dabei um Menschenrechtsprozesse, oft enden diese vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Und auch für Asylwerber setzt er sich regelmäßig ein. „Als Kind von Verfolgten kenne ich dieses Wandern und Emigrieren, ich habe ein anderes Verständnis.“ Gut erinnern kann er sich noch an die 1980er-Jahre, als die Asylpolitik in Österreich ganz anders lief als heute. „Da kam ein Asylwerber am Flughafen in Wien an, und ich habe um zwei Uhr in der Nacht den damaligen Justizminister Broda angerufen und gesagt, der droht abgeschoben zu werden. Da hat er aus dem Schlaf heraus gesagt, ‚ruf den Erwin an‘. Das war der damalige Innenminister Lanc. Dem hab ich das erzählt, und er hat am Telefon gesagt, ‚dann sag denen, sie sollen ihn hereinlassen – schöne Grüße von mir.‘“

So sei die österreichische Asylpolitik der 1980er- Jahre gewesen, die „auf einer warmen Gesinnung der Entscheidungsträger“ beruht habe. Heute aber, so Lansky, könne niemand mehr so agieren, ohne sich dem Vorwurf des Amtsmissbrauchs auszusetzen. Inzwischen habe sich, was das Grundverständnis derartiger Werte anbelange, insgesamt vieles zum Schlechteren gewandelt. Aber genau deshalb müsse er sich immer wieder in solchen Causen einsetzen.

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