Newsroom / LGP International / AICC Forschungswunderland Israel 2.10.14

AICC Forschungswunderland Israel 2.10.14

Was Österreich lernen kann

AICC Forschungswunderland Israel 2.10.14

Am 2. Oktober 2014 fand unter Teilnahme von über 60 Gästen aus Wirtschaft und Politik der Vortragabend zum Thema „Forschungswunderland Israel: Warum ist Israel in der Forschung führend und was kann Österreich daraus lernen?“ in den Räumlichkeiten des Bundeskanzleramtes statt. Die Österreichisch-Israelische Handelskammer schloss sich mit dem Bundeskanzleramt der Republik Österreich, der Österreichischen Technion Gesellschaft und Innovateur Technicum Austria zusammen, um Prof. Peretz Lavie, Präsident des Technions – Israel Institute of Technology, für diesen Event als Keynote Speaker zu gewinnen. LGP war mit Managing Partner Mag. Ronald Frankl vertreten.
 
Israel hat sich zu einem der führenden Ländern weltweit im Bereich Forschung und Technologie entwickelt; zwar ist das Land mit etwa 8 Millionen Einwohnern um knapp eine halbe Millionen Einwohner kleiner als Österreich, dennoch ist Israel insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung wesentlich besser aufgestellt als Österreich.
 
Lavie schilderte in packender Manier die sensationellen Entwicklungen und Erfolge Israels im Bereich F&E, insbesondere am Beispiel des Technions. Für ihn liegt einer der Hauptgründe für Innovation in der Notwendigkeit – Israel war in so zahlreichen Situationen auf sich selbst gestellt und musste Technologien eigens entwickeln, um das Überleben des Staates zu gewährleisten.
 
Vor allem in Hinblick auf Grundlagen- und angewandte Forschung und den Rahmenbedingungen für Forschung an den Hochschulen hat Israel ein Vorzeigemodell entwickelt. Förderungen des Staates und der Universitäten selbst stehen sowohl Studenten als auch Professoren zur Verfügung; hierbei wird zentralen Wert auf die Wirtschaftlichkeit der Forschungsprojekte gelegt.
 
Israel hat zudem eine besonders leistungsorientierte Mentalität; das sieht man alleine schon am Hochschulsystem: der Zugang zu den sieben israelischen Universitäten ist durch ein stringentes Aufnahmeverfahren geregelt, das Ergebnisse von Schulabschlussnoten und Aufnahmetests kombiniert. Das Technion selbst nimmt im Schnitt einen von zehn Bewerbern auf.
 
Der Erfolg Israels im Bereich F&E ist klarerweise auf seine qualifizierten Leute zurückzuführen. Auch aufgrund der Zuwanderung von hochqualifizierten Forschern, Ingenieuren, und Technikern konnte in den letzten Jahren ein enormer Zuwachs an qualifiziertem Personal verzeichnet werden.
 
Israel ist insbesondere bekannt für seine fortschrittlichen Entwicklungen im Bereich der Medizin, Pharmazeutik und Medical Devices – beispielsweise erhielt Ada Yonath den Nobelpreis (2009) für ihre Forschungen rund um Ribosome, einer der kompliziertesten makromolekularen Komplexe des menschlichen Körpers. 2011 erhielt Dan Shechtman den Nobelpreis für die Entdeckung der Quasikristalle.
 
Aber auch im High-Tech Bereich ist Israel vorbildlich (Entwicklungen zu unbemannten Fahrzeugen und insbesondere Drohnen, sowie Sichheitssystemen sind weltweit wegweisend). Zuletzt konnte Israel durch seine Iron Dome Technologie zahlreiche Menschenleben retten.


v.l.n.r. DI Kaus (Innovateur Technicum Österreich), Dr. Balthasar (BKA), Prof. Lavie (Präsident des Technion Israel), Dorothea Kipperman (AICC Generalsekretärin), Prof. Weinberger (Technion Gesellschaft Österreich)

Meine Dokumente

Seite hinzufügen

There are currently no documents in your basket.