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LGP Media Talks - Postings

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4.12.2014 - Posting-Debatte - Wenn gegen Branchenregeln verstoßen wird

Ein hochkarätig besetztes Podium diskutierte unter der Leitung von Peter Pelinka die Praxis von anonymen Postings im Internet.

Hintergrund ist folgender: Im Rahmen der Social Media-Aktivitäten von Mhoch3 wurden unter anderem zahlreiche, von LGP nicht autorisierte anonyme Postings an Online-Plattformen geschickt, um auf die Verdachtsmomente gegen Aliyev, der damals noch in Malta lebte, aufmerksam zu machen. Das Magazin "Datum" deckte auf, dass auch etliche renommierte Unternehmen Kampagnen unter anderem mit anonymen Postings bei Mhoch3 in Auftrag gegeben haben. Gabriel Lansky hält fest, dass er dankbar für die Veröffentlichung des Artikels sei, da erst dadurch eine öffentliche Debatte um Fehlverhalten in der Online-PR beginnen konnte. Seitens des PR-Ethik-Rates wurde diese Praxis nun erneut scharf kritisiert.

An der Diskussion nahmen auch der Vorsitzende des PR-Ethik-Rates Prof. Wolfgang Langenbucher, der langjährige Werbeprofi Raffaele Arturo und Ritchie Pettauer, Vorsitzender des Internetrates teil. Langenbucher kritisierte die Praxis der anonymen Postings scharf und sagte, der PR-Ethik-Rat habe bereits im Frühjahr dieses Jahres einen 8-Punkte-Katalog mit dem Titel "Acht Prinzipien zur Kommunikationsethik in Social Media" erarbeitet, um Regeln für Online-PR zu definieren.

Alle Diskussionsteilnehmer waren sich darüber einig, dass die Rahmenbedingungen für Online-PR denen im Printbereich angepasst werden müssten. Zudem wurde unterstrichen, dass das Internet immer noch eine Art "unregulierter Wilder Westen" sei, bei dem es weiterhin die Möglichkeit von anonymen Web-Seiten und Foren gebe, in denen unreguliert Verleumdung und Beleidigung möglich sei. Es müsse nun darauf hingearbeitet werden, verbindliche Umgangsformen für PR im Internet zu schaffen, ohne dass die Meinungsäußerungsfreiheit eingeschränkt wird.

Die Debatte um die Ausgestaltung eines Code of Conduct für Online-PR muss auch in den kommenden Monaten fortgesetzt werden. Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht, welches auch im Internet nicht angetastet werden darf, jedoch müssen Regeln definiert werden, die vor Missbrauch der Öffentlichkeit und nicht zuletzt Schädigung der Kunden von Social Media-PR schützen.

v.l.n.r. Peter Pelinka, Wolfgang Langenbucher, Gabriel Lansky, Rafaelle Arturo
v.l.n.r. Medienprofis Arturo, Langebucher, Pelinka, Pettauer mit Lansky

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