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Belgrade Strategic Dialogue

Belgrade Strategic Dialogue

Belgrad startet Dialog für europäische Integration und Brückenschlag zwischen Europa und Russland - LGP unterstützt den Prozess

Außenminister Ivica Dacic eröffnet die Konferenz

Ende Juni 2017 fand in Belgrad die Auftaktveranstaltung zum sogenannten „Belgrade Strategic Dialogue“ statt. Im Fokus der von LGP mitorganisierten Tagung standen unter anderem die Bedeutung Serbiens bei der Stabilisierung des Westbalkans und eine mögliche Rolle als Brückenbauer zwischen der Europäischen Union und der Russischen Föderation. Am Runden Tisch nahmen neben serbischen und europäischen auch russische Politiker Platz. Die erste Konferenz lieferte einen vielschichtigen und differenzierten Befund der politischen Verhältnisse in Europa. Beim von LGP mitgestalteten Panel zu EU-Fragen diskutierten der ehemalige Spitzendiplomat und Hohe Repräsentant für Bosnien und Herzegowina Wolfgang Petritsch, der frühere griechische Außenminister und Europaparlamentarier Dimitrios Droutsas sowie der vormals ranghöchste Beamte Österreichs Manfred Matzka (alle Of Counsel bei LGP), Szabolc Fazakas, Vertreter des Europäischen Rechnungshofes, die Duma-Abgeordneten Sergey Zheleznyak, Valeriy Ivanov, Andrey Klimov und Svetlana Zhurova sowie Olga Zinovieva, welche das Zentrum „A.A. Zinoviev“ an der MGU leitet. Weiters waren namhafte Journalisten wie Bojan Brkic, Ljubinka Milincic, Christian Wehrschütz und Jaksa Scekic vertreten.

Eine Folgeveranstaltung ist derzeit für Ende 2017 geplant.

Stimmen im O-Ton

„Serbien ist ein Stabilitätsfaktor in der Region und hat das Potenzial, sich zum Motor für eine regionale Integration des Westbalkans zu entwickeln. Die regionale Integration wirkt dem Nationalismus entgegen.“ (Wolfgang Petritsch) 

„Angesichts der Unzufriedenheit vieler Bürger und des Aufwinds, in dem sich extremistische Bewegungen befinden: Die Europäische Union darf die Integration nicht aus dem Fokus verlieren. Eine zu sehr mit sich selbst beschäftigte EU spielt extremistischen und national-populistischen Gruppierungen in die Hände.“ (Dimitrios Droutsas) 

Die russische Perspektive als traditionell panslawisch geprägte brachte Andrey Klimov auf den Punkt, als er die Wichtigkeit der Bewahrung regionaler Identität unterstrich. In Richtung EU stellte er fest, das Sanktionenregime würde auch die Union selbst treffen – die notwendig gewordene Importsubstitution habe zum Wegfall von Arbeitsplätzen in der Produktion von für den russischen Markt bestimmten Gütern geführt. Und zu neuen Allianzen. 

„Ein regionaler Schulterschluss beschleunigt die europäische Integration. Die Zusammenarbeit in wirtschaftlichen Belangen ist ein erster wichtiger Schritt“, so der Vertreter des Europäischen Rechnungshofes Szabolcs Fazekas. 

„Im Zeitalter der sozialen Medien, von YouTube und Co kann jeder Journalist sein. Mitunter heben im Internet Themen ab, bevor ein Journalist sie aufgreift. Wir haben die Deutungshoheit verloren, das muss bei der Berichterstattung beachtet werden.“ (Christian Wehrschütz)

„EU Panel“ mit Dimitrios Droutsas (LGP), Szabolc Fazakas (EuRH) und Manfred Matzka (LGP)
Wolfgang Petritsch (LGP), Sergey Zheleznyak (Parlamentsabgeordneter RF) und Marko Djuric (Office für Kosovo und Metohija) diskutieren über die regionale Entwicklung am Balkan

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