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Lobbying und Public Affairs für angehende Juristen



 

Moderne Interessenvertretung an der Schnittstelle Wirtschaft, Recht und Politik (Lehrveranstaltung in Kooperation mit der Universität Wien, Studienprogramm Rechtswissenschaften)


Die Politik greift laufend in die Geschäftstätigkeit von Unternehmen ein. Politische Konzepte und Entscheidungen setzen die Rahmenbedingungen für das wirtschaftliche Handeln, oft wirken sich tagespolitische Fragen massiv auf die geschäftlichen Interessen und Pläne aus. Für langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ist es daher unerlässlich, die eigenen unternehmerischen Anliegen prozessorientiert in die Urteilsfindung der Politik einzubringen. Der Begriff "Lobbying" bezeichnet diese Einflussnahme auf Entscheidungen der Politik, der Verwaltung oder Dritter.

 

Jene Funktion, die im politischen und wirtschaftlichen Bereich das Verhältnis zu Stakeholdern in Politik und Gesellschaft organisiert, das Umfeld analysiert sowie konkrete Maßnahmen vorbereitet und umsetzt, wird international als "Corporate Public Affairs Management" bezeichnet.

 

Für Juristen ist dies in zumindest zweierlei Hinsicht ein interessanter Bereich: (1) Als Betätigungsfeld und (2) als politisch kontrovers diskutiertes Terrain. Das wirkungsvolle Agieren an der Schnittstelle zwischen wirtschaftlichen Organisationen und ihrem politischen und gesellschaftlichen Umfeld erfordert vielfältiges rechtliches Wissen und wirft dabei eine Reihe rechtlicher und politischer Fragen auf.

 

Dr. Gabriel Lansky und Dr. Andreas Kovar, Geschäftsführer und Partner der Kovar & Köppl Public Affairs Consulting (www.kovarkoeppl.com), machen in der Lehrveranstaltung den Begriff Lobbying greifbar, indem sie anhand aktueller Fallstudien aus unterschiedlichsten Rechtsbereichen die Prozesse der Interessensvertretung sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene darstellen."Lobbying and Public Affairs" ist der einzige Kurs seiner Art, in dem angehende Juristen an das Thema herangeführt werden.

 

Die Lehrveranstaltung gliedert sich in zwei Blöcke: Einem dreitägigen Block in Wien folgt eine mehrtägige Exkursion nach Brüssel. Sowohl in Wien als auch in Brüssel haben die Studierenden Gelegenheit, bekannte Persönlichkeiten und erfolgreiche Praktiker aus Politik und Wirtschaft als Vortragende und Diskussionspartner zu erleben.